Hip Hop Tanztheater-“A taste of unlimited space“ in Lodz

Inklusive trilaterale Jugendbegegnung Lodz/Strasbourg/Stuttgart


Öffentliche Probe in Lodz

Inklusion bedeutet für mich...Austausch mit den Gästen

Im Tanzstudio der Partnerorganisation „Foundation Art of Breaking“ trainieren die 22 deutschen, französischen und polnischen Jugendlichen mit und ohne Gehör in Kleingruppen an Choreografien oder Tanzszenen. Das Treffen in Lodz ist der zweite Begegnungszyklus von insgesamt dreien. Zuvor hatten sich die Jugendlichen im August in Stuttgart zusammengefunden. Nachdem in der ersten Begegnung das gegenseitige Kennenlernen und die Annäherung an das Thema „Grenzen Grenzüberwindung und unbegrenzter Raum“ im Vordergrund stand, heißt es nun in Lodz, an Szenen für die Entwicklung des geplantenTanztheaterstücks zu proben.  
Damit die Kommunikation klappt, dolmetschen Sprachmittler*innen  und Gebärden-dolmetscherinnen die Erklärungen der Tanztrainer oder Ideen der Jugendlichen untereinander. Die Gehörlosenkultur, wie hörende und gehörlose Jugendliche sich verständigen und besser kennenlernen und verstehen können, ist durchgehend ein Thema dieser außergewöhnlichen Jugendbegegnung.

Die bildhafte Sprache und der Augenkontakt, sind Grundlagen der Verständigung mit den Gehörlosen. „Ich kommuniziere mit den Gehörlosen aber auch ohne Dolmetscherin“, meint dazu Mohamad Khamis, Break Dance Coach von Underground Soul Cypher aus Stuttgart, „ gerade beim Zeigen von Schritten ist es wichtig, dass ich im direkten Kontakt bin, mit Gesten arbeite und natürlich sichtbar mit den Fingern einzähle.“ 

Diskussionen und Erklärungen von Szenenänderungen durch die Choreografin Hyacinthe Gau-Lopez aus Strasbourg müssen natürlich gedolmetscht werden. Das verlangt Geduld und Konzentration von allen Teilnehmer*innen. Aber es lohnt sich. Eine öffentliche Probe in einem kleinen Theaterraum in Lodz vor jungen Break Tänzern wird mit ausgiebigem Applaus belohnt. Die Stimmung ist gut und was „Inklusion an sich“ in einer Gesellschaft heißt, dazu gibt es einen Austausch zwischen den jungen Zusschauer*innen und Teilnehmer*innen der Begegnung.


Zur dritten Begegnung treffen sich die Jugendlichen in Strasbourg  Ende Januar 2018. Das Projekt wird unterstützt durch: Deutsch-Französisches Jugendwerk, Landeshauptstadt Stuttgart, Aktion Mensch, BW Bank.