Hallo!! Das ist schon mein letztes Blog als ESK-Freiwillige für SJR. Ich bin noch ein paar Wochen hier, bis ich nach Spanien zurückziehe, und es ist mir schon unfassbar wie diese 12 Monate wie im Flug vergangen sind… Na ja, wenn ich darüber nachdenke, habe ich so viele coole Erfahrungen gesammelt, dass es vielleicht doch ein kleines Bisschen logisch ist XD

Als ich angekommen bin, wusste ich überhaupt nicht, was ich von Stuttgart, vom „Erwachsenenleben“ und von meinem Freiwilligendienst erwarten sollte. Ehrlich gesagt kam mein größter Shock nicht von den kulturellen Unterschieden hier, sondern vom Kontrast zwischen meinem Alltag im Gymnasium und der neuen Routine als „Teil der Gesellschaft“.

Vielleicht klingt dieses Gefühl für manche komisch oder sogar nostalgisch, aber irgendwie durch den Einsatz mit SJR und diese erste Erfahrung, unabhängig von meiner Familie zu sein (selbst wenn wir jeden Tag telefonieren), habe ich wirklich gemerkt, wie vernetzt und komplex die Gesellschaft sein kann und wie z.B. Lehrer_innen, Eltern und Leiter_innen auch Menschen und Freund_innen sind (was???).

Natürlich gab es auch herausfordernde Momente. Immer noch anhand der Werkzeuge, die diesen zurückgelegten Weg mir gegeben hat, und die Menschen, die mit mir gelaufen sind, werde ich mich für meine Träume und die Zukunft bemühen. Ich habe gelernt, Geduld mit Beziehungen und Gefühle zu haben: um Freundschaften zu schließen, die nicht im Alltag anwesend sind; um meine Rolle in einem Team zu finden; um eine gute Jugendleiterin zu werden, und um mehr Sicherheit über meine Zukunft zu gewinnen.

Außerdem will ich einige Highlights dieses Jahr erwähnen: die Partizipation in den Landtagswahl-Veranstaltungen; die Gelegenheiten mit anderen Freiwilligen zu vernetzen; der Mädchensaktiontag; die Exkursionen mit NABU Jugend; die Chance Jugendleiterin in Jugendbegegnungen zu werden, besonders die „Short Study Visit“ in Brno, wo ich eine Hauptorganisatorin sein könnte, und dazwischen alle die Reise (heiliges Deutschland Ticket!) und spontane Freundschaften, die geblüht haben!

Für das alles und so viel mehr, werde ich dem SJR-Team und Deutschland für immer dankbar sein. Ich werde diese Gesellschaft und ihre Art und Weise (auch den kühlen deutscher Sommer!) vermissen, aber vor allem werde ich euch vermissen, denn ich hätte mir nie vorgestellt, wie Menschen, die ich weniger als 1 Jahr kenne, so am Herzen liegen könnten. Esto no es un adiós, sino un hasta luego (quizá en España), gracias por todo y un abrazo enorme a quien esté leyendo esto <3

Olga